Wurzelbehandlung

In meiner “kreativen Pause” hatte ich mir vorgenommen, mich treiben zu lassen, zu sammeln und Zeit mit Begegnungen und Gesprächen zu verbringen, um Anregungen für viele neue, interessante Blogs zu finden. “Begegnungen” sind ja sowieso mein Thema, da ich sehr viel von anderen Menschen (und auch in der Begegnung mit Gott) lerne.

Viele Zeit verbrachte ich allerdings bei meinem “alten Kumpel”, dem Zahnarzt. Ihr kennt ihn auch schon aus einer früheren Begegnung. (“Zahnarztbesuch” vom 30.10.2013). Inzwischen hatte er seine schönen, dunklen Locken in einen frechen Kurzhaarschnitt verwandelt. Ich musste jedenfalls zu ihm, weil ich mir in meiner “kreativen Woche” ganz kreativ einen Zahn abgebrochen hatte. Einen Backenzahn natürlich, wie ich durch befühlen mit der Zunge (ich kann ja jetzt durch Yoga in die meisten meiner Körperteile Knoten knüpfen) ertasten konnte.

Ich bekam umgehend einen Termin und war trotzdem leidlich genervt, da ich schon ahnte, dass es mit einem Besuch nicht getan war. Der sehr junge Zahnarzt erinnerte sich offensichtlich an mich und meine Hintergrundgeschichte, denn er fragte nach meinem aktuellen Gesundheitszustand. Ich konnte nur Positives berichten und wechselte dann zügig zu seinem Fachgebiet, denn länger als unbedingt nötig wollte ich mich nicht aufhalten.

Nach einem prüfenden Blick, erklärte er mir, dass sich die Uralt-Plombe mit einem Teil des Zahnes verabschiedet hatte. Ich ahnte es ja. “Na gut, machen Sie eine neue Keramikplombe rein… für eine Überkronung muss ich ja wohl dann noch mal kommen,” beriet ich ihn. Das schien ihm nicht zu gefallen, den er sagte promt: “Nein, nein, damit ist es nicht getan. Darunter haben Sie noch eine Nerven- und Wurzelentzündung!” Meine Pulsfrequenz erhöhte sich schlagartig auf mindestens 120 und ich starrte ihn ungläubig an.  ”Was bedeutet das?” fragte ich schon etwas nervös. “Da müssen wir jetzt erst einmal Ruhe in den Zahn bekommen und darum machen wir eine Wurzelbehandlung.” Mein Herzschlag legte noch mal etwas nach – Frequenz 150. ” Jaaa -und was genau bedeutet das? Was machen Sie da genau?” bohrte ich nach. Er verdrehte die Augen. “Ich wüsste schon gerne, was Sie mit mir machen,” fing ich jetzt an zu zicken. “Ich erkläre das nicht so gerne, die Patienten kriegen sonst nur Angst!” erwiederte er, betont freundlich. Frequenz 160 – mindestens! ” Ich will es aber trotzdem wissen – sonst machen wir hier gar nichts!” legte ich wenig diplomatisch nach. Im Nachhinein ist mir natürlich klar, wie dämlich es ist, einen Zahnarzt vor einer Wurzelbehandlung gegen sich auf zu bringen.

Er  verdrehte wieder die Augen und fing an zu erklären…. Frequenz 170 (gefühlt)! Er machte deutlich, dass ich da durch muss, da es von alleine sicher nicht besser würde und der abgebrochene Zahn so natürlich auch nicht wieder in einen Normalzustand gebracht werden könne. Resigniert ergab ich mich meinem Schicksal. Zu der Nerven- und Wurzelbehandlung nur so viel: Es war NICHT schön! Ich denke, ich kann schon ein bisschen Schmerz ertragen, besonders nach meinen ganzen OP’s. Aber das…..!!!?

Erkenntnis des Tages: Ich habe noch mindestens zwei weitere “dates” mit Dr. Augenverdreh. Ich “freue” mich jetzt schon auf die frequenzsteigernden Begegnungen!

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