Big Bang Theory

Der Urknall, Schöpfungsgeschichte oder eine andere astro-physikalische Erklärung… Woher kommen wir? Eine Frage, die so alt ist wie die Menschheit.

Aber zuerst etwas Triviales…. Die bekannte amerikanische Serie ist im Moment mein absoluter Favorit. Ich kichere die ganze Zeit, weil die 4 “Nerds” sich redlich bemühen, ein “normales” (was ist schon normal?) Gefühlsleben zu praktizieren. Jeder der hochintelligenten aber verschrobenen Männer (eigentlich große Jungs)  hat Beziehungsprobleme und eine grosse Liebe für Comics, Superhelden und Si-Fi Serie/Filme. Wer findet sich da nicht – zumindestens in Ansätzen – wieder? Wer benimmt sich nicht mal gelegentlich kindisch und fällt in frühere Verhaltensmuster zurück?

Ich will aber gar nicht auf die psychologische (wenn auch sehr aufschlussreiche) Komponente der Serie eingehen, sondern eher auf dieFrage: woher und wohin. Und nein, natürlich kann ich sie nicht beantworten, aber immerhin stellen.

Howard, einer der Nerds fliegt zur ISS. Ich muss gestehen, das ich zwar  unter Flugangst leide, aber da wäre ich gerne dabei. Jedenfalls hat er furchtbare Angst und entwickelt dort oben sogar eine Psychose. Als er auf der Erde zurück ist, wird er nicht müde, damit anzugeben, dass er ein Astronaut (Nutzlast-Spezialist) ist und seine Umwelt damit entsprechend nervt. Auch der berühmte Steven Hawkins gönnt sich (neben einigen Darstellern aus Star Trek) mehrere Gastauftritte.

Natürlich beantwortet die Serie die elementare Frage – genauso wenig wie ich es kann -nicht, zeigt sie aber aus meiner Sicht die Verbindung zu “klein und groß”. Damit meine ich das unser ganz persönlicher Mikrokosmos unseres Lebens sich wohlmöglich gar nicht so sehr von dem großen unendlichen, nicht zu erfassenden Kosmos unterscheidet.

Ich war in Physik nicht besonders gut, daher verstehe ich viele der in der Serie erwähnten Theorien nicht (String-Theorie, Schrödinger Phänomen usw.), aber neben allen Spaß und Skurilitäten ist es doch lehrreich und “faszinierend” (ein Wort, welches oft vorkommt, weil Spok eine verehrte Person ist und in vielen Folgen vorkommt).

Zurück zum Urknall… Ich unterhielt mich kürzlich mit meinem Mann darüber und er sagte, dass ihn diese Frage schier “verrückt” macht, weil man den Gedanken nicht wirklich zu Ende denken kann. Ich verstand ihn nicht. Ich frage mich zwar ähnliche Fragen, aber ich weiß, dass mein Verstand nicht ausreicht. Ich werde keine schlüssige Antwort bekommen, auch wenn ich einen IQ von 220 hätte! Das irritiert mich nicht. Ich muss nicht auf Alles eine Antwort haben, schon gar nicht, wenn ich sie sowieso nicht verstehe. Ich bin sicher all meine Fragen werden irgendwann mal so beantwortet, dass ich dann denken werde:” Ja, na klar! Ist doch logisch.” (Ebenfalls ein häufig verwendetes Wort in der Serie)

Und da sich über Logik ja sowieso trefflich streiten lässt, begnüge ich mich derweil mit kichern, wenn ich bei den Nerds die ein oder ander Paralelle zu mir oder mir bekannten Personen erkenne…

Fazit: Nerds sind liebenswerte Zeitgenossen, auch wenn sie machmal einen Knall haben…

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Ich werde Oma…

… nicht biologisch, aber gefühlt. Ich habe (wieder) angefangen zu stricken, ich habe vermehrt “herbstblonde” Haare (wie  es ein namhafter Entertainer in seiner Biografie nannte) und diverse Alterserscheinungen machen sich verstärkt bemerkbar.

Ich finde, es gibt wirklich schlimmeres als Oma zu werden. Ich hatte tolle Omas. Eine lebte bis zu meinem 14ten Lebensjahr bei uns im Haus, bevor sie starb und die andere Oma erlebte 4 Urenkel und wurde gesegnete 96 Jahre alt, obwohl sie die letzten 25 Jahre behauptete, dies sei aber nun wirklich ihr letztes Weihnachten.

Beide Omas hießen Frieda. Die, die bei uns im Haus lebte, las mir immer Märchen vor, als ich noch nicht selber lesen konnte, spielte mit mir “Mensch ärgere dich nicht” und kochte mir immer das, was ich gerne mochte – Suppen und Eintöpfe. Sie “beschützte” mich, wenn ich etwas angestellt hatte und drohender Ärger von meinen Eltern bevorstand. Sie erlaubte mir Dinge, die ich bei meinen Eltern ich durfte. Davon waren sie natürlich nicht so begeistert, was sie aber offensichtlich völlig vergaßen, denn als meine Eltern zu Großeltern wurden  taten sie das selbe bei meinem Sohn – obwohl ich das dann natürlich auch nicht so klasse fand! Dafür werde ich meinen Enkelkindern auch alles erlauben und sie total verwöhnen und ihnen alles durchgeghen lassen – das ist auf jedem Fall schon mal klar!

Oma Frieda brachte mir das stricken bei – mit viel Geduld. Ich liebte es, mit ihr auf dem Sofa zu üben, während sie große Decken strickte. In meiner Jugend bestrickte ich Alles und Jeden. Damals durften wir im Unterricht und den Vorlesungen stricken, was ich auch ( zu Lasten meiner Noten) tat. Ich weiß nicht mehr wann und warum… Irgendwann hörte ich auf damit. Vor einigen Tagen dachte ich wieder an meine Oma und ging spontan in einen kleinen Wollladen in unsere Stadt und war sofort begeistert. Eine nette Dame beriet mich und ich hätte gleich kiloweise Wolle kaufen können, was allerdings auch ein kostspieliges Vergnügen gewesen wäre. Ich kaufte Wolle für einen Schal, da ich meinen noch vorhandenen Kenntnissen misstraute und sicher war, es gar nicht mehr zu können. Aber es ist wie mit dem Fahrad fahren… Kaum hatte ich die Nadeln in der Hand, fiel mir alles wieder ein.  Und selbst die YouTube Videos waren eigentlich gar nicht nötig. Ich schlug die benötigten Maschen an und die vielen schönen Stunden mit meiner Oma waren wieder präsent. Was sie wohl sagen würde, mich jetzt als “Quasi-Oma” zu sehen? Vielleicht habe ich auch einmal die Gelegenheit meinen Enkelkindern das Stricken bei zu bringen… Ich fände da schön… besonders, wenn sie sich dann nach vielen Jahren daran erinnern würden…

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Schwarze Löcher

Da ich neben “nicht kochen” auch “nicht nähen” kann, muß ich entweder eine Fachkraft bemühen, wenn ich etwas zu reparieren oder zu ändern habe – oder meine Mutter oder eine bewanderte Freundin bitten.

Vor vielen Jahren schenkte meine schon lange verstorbene Oma meiner Mutter und mir eine Nähmaschine, mit dem ausdrücklichen Hinweis, dass sie für uns beide wäre. Da ich aber auch schon zu dem damaligen Zeitpunkt mehrere hundert Kilometer von meinem Elternhaus entfernt lebte, war ein “teilen” besagter Nähmaschine irgendwie schwierig. Ich verzichtetet zu Gunsten meiner Mutter auf meine “Hälfte” der Nähmaschine, allerdings nicht uneigennützig, denn wir handelten einen Deal aus… Immer wenn ich etwas zu nähen hätte, dürfte ich meine Mutter bemühen. Das war mir mehr als recht.

Ich nehme an, inzwischen hat meine Mutter diesen Deal mehr als bereut. Die Nähmaschine ist gealtert (wer nicht?!), war schon mehrfach zur Wartung und Reperatur und ich habe eigentlich dauernd etwas zu nähen zu meiner Mutter gebracht. Immer mit dem Hinweis, dass sie das ja mit meiner “Hälfte” der Maschine machen könnte. Relativ selten brachte und bringe ich schwierige Dinge, wie Reißverschlüsse, Hosen/Röcke/Kleider engermachen oder ähnliche “näh-technische Doktorarbeiten”.

Meistens bringe ich “Löcher” – die ich selber verursacht habe…. Natürlich nicht absichtlich! Ich hasse die “Waschzettel”, die gefühlt auch immer größer werden, die in Pullover, T-Shirts, Jacken, Blusen und sogar Unetrwäche eingenäht sind! Sie beißen! Ehrlich! Ich bekomme rote Flecken, Pusteln und Juckreiz davon (auch wenn sie nicht direkt auf meiner Haut liegen… Alleine das Wissen darum verursacht bei mir schon die Pest!).

Jedenfalls müssen sie sofort entfernt werden. Da ich bei solchen Dingen ziemlich ungeschickt und ungeduldig bin und der Waschzettel vollständig entfernt werden muss, schneide ich meist mit einer riesigen Haushaltsschere das unsägliche Ding nahe der Naht ab. Und das geht extrem häufig schief…. die Folge ist ein Loch im noch nicht einmal getragenen, neuen Kleidungsstück….

Da ich der Meinung bin, dass dieser dusselige (sowieso völlig überflüssiger) Waschzettel auch andere Familienmitglieder stören könnte, habe ich schon häufiger (ungebeten, bis es mir nachdrücklich verboten wurde) diese Dinger eliminiert. Einmal bei einem funkelnagelneuen Hemd das mein Sohn Malte am nächsten Tag zu seiner Konfirmation in die Kirche anziehen sollte.

Es kam wie es kommen musste – Loch im Hemdkragen – groß! Und ich unfähig (und in Ermangelung einer Nähmaschine) es zu stopfen…. Ein Desaster!

Wie gesagt, das kam und kommt öfter vor. Bei meinem letzten Besuch bei meinen Eltern, war meine Mutter durch die jahrelange Unfähigkeit ihre Tochter wohl so genervt, dass sie mir ein “Trennset” überreichte. Mit dem überflüssigen Hinweis, das es mir wohl jetzt hoffentlich gelingen würde ohne Löcher den Waschzettel aus der Kleidungsstücken zu schneiden. Ja, das mag wohl sein… Ich müsste es nur statt der Schere benutzen….!

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